Donauschwaben
Landsmannschaft der Donauschwaben in der Steiermark

Landsmannschaft der Donauschwaben in der Steiermark

Die Donauschwaben

Die Donauschwaben sind der jüngste deutsche Neustamm, der sich beiderseits der mittleren Donau nach der Vertreibung der Türken im Jahre 1683 aus Einwanderern fast aller deutschen Alt- und Neustämme entwickelt hat.

Vergleichszahlen

Donauschwaben heute in Österreich

Donauschwaben vor 1945
(ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen)

Derzeit in diesen Gebieten
(mit Rücksicht auf Staatsgrenzen)
Steiermark 20.000
Salzburg und Tirol 20.000
Oberösterreich 40.000
Wien / NÖ / Bgl 40.000
Kärnten 10.000
Gesamt 130.000
Schwäbische Türkei 300.000
Ungar. Mittelgebirge 300.000
Batschka 250.000
Banat 450.000
Syrmien-Slawonien 175.000
Sathmar 50.000
Gesamt 1.525.000
     
Kriegs- und Nachkriegsopfer 300.000
Ungarn 220.000
Rumänien 40.000
Kroatien, Serbien 10.000
Gesamt 270.000

     Der Name "Donauschwaben" wurde im Jahre 1923 an der Grazer Universität erstmals wissenschaftlich geprägt und wird seither volkskundlich weltweit verwendet. In kultureller Hinsicht lassen sich langjährige und vielfache Beziehungen schon seit 1725 zwischen der Steiermark und den donauschwabischen Siedlungsgebieten nachweisen. Viele donauschwäbische Wissenschaftler und Künstler wirkten und wirken auch heute noch in dert Steiermark. Auch im Wirtschaftsleben - als Selbständige oder Unselbständige - aber auch in öffentlcihen Dienststellen und an Schulen, Universitäten wirken gebürtige Donauschwaben in den verschiedenen Fachgebieten und sind in vielen Positionen vertreten.

Aufgaben und Zweck der Landmannschaft

Die seit der Gründung der Landsmannschaft definierten und selbstgewählten Aufgaben sind:

  • Pflege und Dokumentation des donauschwäbischen Kulturgutes, sowie Einbindung in die neue Heimat. Hilfeleistung und Unterstützung der Mitglieder. Beratung in Belangen des Sozialversicherungswesens.
  • Soweit Entschädigungen noch ausstehen, Wahrnehmung der Ansprüche.
  • Veranstalten von Vorträgen, Ausstellungen, Volkstumsdarbietungen und Ehrungen.
  • Aufrechterhaltung der Familien- und Volkstumsverbundenheit der Donauschwaben.
  • Herausgabe von Dokumentationen.
  • Die Landsmannschaft hält Verbindungen mit allen auch ausserhalb der Steiermark und ausserhalb Österreichs lebeneden Donauschwaben.
  • Der Chor und die Musikgruppe pflegen und präsentieren donauschwabisches Musik- und Liedergut.
  • Das im Selbstverlag hergestellte vierteljährlich erscheinende "Mitteilungsblatt" wird an die Mitglieder und unsere Freunde verteilt. Durch die Art und den Inhalt der Information wird die Verbundenheit der Donauschwaben vertieft und gepflegt.

Kurze Chronik der Landsmannschaft der Donauschwaben in der Steiermark

Vereinsgründung 18.11.1948
Lenau-Feier Dez. 1950
1. Schwabenball (seither jährlich ohne Unterbrechung) Jan 1951
Tag der Donauschwaben Österreichs Aug. 1951
Adam-Müller-Gutenbrunn-Feier Okt. 1952
Kulturpreisverleihungen: (bisher 10mal verliehen) seit 1961
25-Jahr-Feier des Vereines 24.11.1973
Beitrag zur 850-Jahr-Feier der Stadt Graz 28.05.1978
Festsitzung zur 30-Jahr-Feier 08.12.1978
Denkmalenthüllung, Schloßberg 28.11.1979
35-Jahr-Feier des Vereines
     1. Volkstum 22.10.1983
     2. Festakt im Minoritensaal 29.10.1983
     3. Ausstellung R. Hammerstil Feb. 1984
Fahnenweihe 17. 06.1984
"Tag der Heimatvertriebenen" in Wels Mai 1985
Festveranstaltung "40 Jahre Flucht und Vertreibung", Wien Okt. 1985
Einweihung unseres neugestalteten Vereinsheimes 30.05.1987
Dokumentationsbuch: "Der Weg in die neue Heimat" 1988
Festveranstaltung "45 Jahre neue Heimat Steiermark" 20.10.1990
45-Jahr-Feier des Vereines 26.10.1990
50-Jahr-Feier des Vereines 26.10.1998
Ausstellung 50 Jahre Donauschwaben in der Steiermark Nov. 1998