Donauschwaben
Heimatortsgemeinschaft Filipowa

Geschichte

Filipowa, Filipovo, Szentfülöp (heute: Bački Gračac)

Das Gebiet, auf dem Filipowa angesiedelt wurde, findet sich als Besitz des Klosters zum hl. Philipp im Jahre 1113 erstmals urkundlich erwähnt. So blieb den wenigen Häusern und dem gräflichen Besitz der Name "Gut Philippowa" erhalten. Es war nach Vertreibung der Türken ein "herrenloses Gut". 1762 ordnete Kaiserin Maria Theresia seine Besiedlung an, die 1763 Ansiedlungsleiter Baron Anton von Cothmann im Auftrag der Wiener Hofkammer in Angriff nahm. Filipowa wurde demnach in der zweiten theresianischen Siedlungsperiode (1763-1768) und zwar größtenteils mit katholischen Deutschen besiedelt. Diese stammten in überwiegender Zahl aus Schwaben, der Rheinpfalz, aus dem Elsaß und aus Lothringen. Hinzu kam eine Anzahl  von Böhmen und Mähren, deren tschechische Sprache sich jedoch verlor. Schon im Herbst 1763 Jahres standen 75 Häuser. Ein Jahr darauf errichteten die Siedler ihr Bethaus, das als Patrone die hl. Apostel Philippus und Jakobus erhielt, da der Apostel Philippus dem Ort seinen Namen gegeben hatte. Auf den Namen dieser Apostel wurde auch die 1805 errichtete Kirche geweiht.

Filipowa blieb bis 1944 eine rein deutsche und rein katho-lische Gemeinde und war besonders durch seinen Kinderreichtum bekannt. Die wenigen ungarischen und slawischen Staatsbeamten sowie slawische landwirtschaft-liche (meist nur vorübergehend im Ort beschäftigte) Bedienstete ergaben den geringen andersnationalen Anteil an der Bewohnerschaft des Ortes.

Einwohnerzahl:

  • Jug. Volkszählung 1931:  4356, davon deutsch 4244;
  • ungar. Volkszählung 1941:  4399;
  • 1944 (eigene Zählung):  5306, davon Deutsche (d. h. Donauschwaben) 5280

Eckdaten der Ortsgeschichte

Vertreibung

Daten zur Vertreibung