Donauschwaben
Heimatortsgemeinschaft Filipowa

Dokumentation

Die Ortsgemeinschaft Filipowa entwickelte ein Kulturprogramm hauptsächlich in Form von Büchern und Schriften.

Motivation

Welche Motive erklären das ungemein starke Bestreben, die alte Heimat in Bild und Text möglichst umfassend zu dokumentieren? Viele, die bei der Vertreibung 35 und mehr Jahre zählten, konnten sich in die neue Heimat emotional nicht mehr (voll) einleben. Sie waren hier "zu Hause", aber innerlich in der alten Heimat "daheim" - und wenn sie zusammen kamen erzählten sie stets "vun drhom".

Viele mussten sich in der neuen Umgebung ihres eigenen Wertes und der Wertigkeit ihrer vormaligen Kultur neu vergewissern. Sie sahen sich gezwungen, ihre Identität reflexiv zu vertiefen.

Viele, vor allem die Autoren, sträubten sich innerlich gegen das Vergessen: Die Erinnerung an zweihundert Jahre pannonisch-deutsch-altösterreichische Kultur sollte bewahrt bleiben.

Viele empfanden auch die enorme Schwierigkeit, unter ganz anderen Bedingungen, als sie im geschlossenen Dorfe einst herrschten, den Kindern die eigene Lebenseinstellung und die Fülle der Erinnerung plausibel zu vermitteln. Da konnten illustrierte Bücher helfen.